technik-evolution

  Startseite
  Archiv
  Links
  Gästebuch
  Kontakt
 


counter-box.de Counter-Box

http://myblog.de/technik-evolution

Gratis bloggen bei
myblog.de





Künstliches Licht

Noch vor 200 Jahren blieb man nach Einbruch der Dunkelheit lieber zu Hause, denn damals gab es nur in größeren Städten eine Straßenbeleuchtung, die zudem noch recht spärlich ausfiel. Solche Laternen wurden noch mit Gas betrieben und mussten abends angezündet und morgens gelöscht werden. Doch im Jahre 1854 machte Heinrich Göbel eine bahnbrechende Erfindung, die 25 Jahre später von Thomas Edison perfektioniert wurde:
Die GLÜHLAMPE
Edisons Glühlampe – im Volksmund auch einfach „Glühbirne“ genannt – hatte eine Lebensdauer von etwa 40 Stunden Brenndauer, doch das reichte bereits aus für eine industrielle Fertigung.


Kohlefaden bzw. Wolframdraht in einer Glühlampe

40 h Leuchtdauer waren über kurz oder lang einfach zu wenig, denn die Menschheit fand zunehmend Gefallen daran, eigenmächtig die Nacht zum Tag zu machen. Der deutsche Erfinder Dieter Binninger konstruierte die sog. Ewigkeitsglühbirne mit einer Betriebszeit von sage und schreibe 150.000 h (6250 Tage bzw. 17Jahre!). Der Wirkungsgrad, d.h. der Anteil der Energie, welcher tatsächlich in Licht umgewandelt wird und nicht als (hier) nutzlose Wärmeenergie verloren geht, war bei diesen Modellen (Kohlefaden in luftleerem Raum) nicht gerade optimal. Aus diesem Grunde machte sich Professor Walter Nernst im Jahre 1897 daran, die nach ihm benannte Nernst-Lampe zu entwickeln, die vor Inbetriebnahme allerdings erst auf etwa 1600° C vorgeheitzt werden musste, bis sich die Lampe von selbst mit der nötigen Temperatur versorgen konnte.
Später wurden v.a. in Fabriken Leuchtstoffröhren eingesetzt, da sie einen relativ hohen Wirkungsgrad von 80-100 lm/W aufweisen (zum Vergleich: Glühlampe: 20 lm/W). Leuchtstoffröhren werden im Volksmund fälschlicherweise oft als Neonröhren bezeichnet, doch als Leuchtmittel dient nicht Neon sondern das Edelgas Argon.


Haushalts-Leuchtstoffröhre

Heutzutage spezialisiert sich die Entwicklung fast ausschließlich auf sog. LED (lichtemittierende Dioden), die kaum Strom „verbrauchen“ (lediglich zwischen 2 und 4 W) aber zu einer lange Lebensdauer von 1000 h bis zu 100.000 h fähig sind. LED können nicht wie andere künstliche Lichtquellen implodieren – da sie keinen Hohlraum haben - und auch ein Kohlefaden kann bei Überbelastung nicht durchbrennen. Eine Überbelastung (etwa durch zu starke Ströme) kann allerdings die Lebensdauer der LED drastisch verringern.


Veranschaulichung einiger LED:
Unterschiedliche Farbe und Größe;
Skala in cm


Leuchtstärke einer LED
11.4.06 15:44


Fundstücke

Heute stelle ich euch ein paar Fundstücke aus den unendlichen Weiten meines "Privatmuseums" (auch bekannt unter dem Begriff "erste Schublade von links"), samt heutigem Gegenstück, vor.

1. Ein Gesangbuch für den Kirchenbesuch. Das alte rechts datiert aus dem Jahre 1837 und ist in gutem Zustand. Amüsant beim Durchlesen ist die Rechtschreibung, zum Beispiel wurde früher nach fast jedem "t" ein "h" angefügt, beispielsweise "bethen". Noten o.Ä. sucht man aber vergebens, es besteht nur aus Blocktext.



2. Locher. Der gute alte Locher hat sich im letzten Jahrhundert kaum verändert, das Prinzip blieb immer das gleiche, nur die äußere Erscheinung variierte. Heutzutage gibt es Gott sei Dank flache Locher, die man in einen Ordner miteinheften kann, falls vergessliche oder bequeme Lehrer mal wieder das Lochen vergessen.



3. Batterie. Wie so viele andere alte Gegenstände war die Batterie früher ebenfalls etwas groß dimensioniert. In welchen Geräten die abgebildete Verwendung fand, darf mir gerne mitgeteilt werden.

21.3.06 21:24


Die Uhr

Auf der Suche nach weiteren alten Geräten, die sich bis zur heutigen Zeit enorm verändert haben, hätte ich einen unscheinbaren Gegenstand beinahe übersehen, obwohl niemand mehr ohne auskommt: Die Uhr. Alles was wir tun wird zeitlich genau geplant, da jedem die Zeit zu knapp ist, die man zur Verfügung hat.
Die ersten Anfänge liegen schon weit zurück: bereits in der Antike gab es erste Prototypen von Sonnenuhren (an der Wand der Leutkircher Dreifaltigkeitskirche kann man sich sowas angucken – Bild siehe unten!), ja, diese wurden bis zum 18. Jahrhundert sogar zu handlichen Taschensonnenuhren verbessert. Doch Sonnenuhren haben einen entscheidenden Nachteil – sie sind abhängig von der Sonne. Aus diesem Grunde machten sich viele helle Köpfe (u.a. Galileo Galilei) daran, einen mechanischen Zeitanzeiger zu konstruieren, somit war die Idee der Pendeluhr geboren. Solche werden immer noch als Schmuckstücke in diversen Wohnzimmern aufgefunden (einer aus unserer Klasse hat so’n Ding!), obwohl es heutzutage die wesentlich genaueren Quarzuhren und Digitaluhren gibt. Die genaueste Variante ist natürlich die Atomuhr, deren Zeit mit atomaren Schwingungszuständen abgeglichen wird, welche wiederum exakt gleich lang sind und damit maximale Genauigkeit garantieren. Leider ist eine solche Uhr für einen normalsterblichen kaum erschwinglich, doch die „Internationale Atomzeit“ ist für jedermann zugänglich – man braucht lediglich einen (billigen) Funkwecker...

Sonnenuhr an der Dreifaltigkeitskirche in Leutkirch:



Später wurden "normale" Uhren an hohen Gebäuden wie Kirch- oder Stadttürmen befestigt, da sich damals noch kaum jemand eine eigene leisten konnte.

Bockturm Leutkirch:



Als dann später die angesprochenen Pendeluhren erfunden wurden, musste man nicht mehr hinaus, um die Uhrzeit zu erfahren, sondern konnte in seinem warmen Haus bleiben. Nachteile waren eine aus heutiger Sicht etwas ungenaue Uhrzeit und ein etwas nerviges Klackern.



Der Mensch wurde schlauer und zugleich bequemer, es folgte die noch heute bekannte analoge Uhr, welche vielerorts als Wanduhr oder Wecker dient.



Die Erfindung von handlichen Uhren trat schon vor geraumer Zeit ein, von altertümlichen Taschenuhren bis hin zu modernen Analog- oder Digitalarmbanduhren ist noch heute alles zu finden.

19.3.06 19:28


"Musikempfangsgerätsentwicklung"


Anl?sslich unseres Musikthemas vom letzten Beitrag nun die versprochene graphische Veranschaulichung der Musik-Evolution von der mechanischen zur digitalen Musikwelt: Angefangen beim Grammophon, welches 1887 von Emil Berliner zum Patent angemeldet wurde und T?ne erstmals auf nickel?berzogene Kupfernegativplatten aus vulkanisiertem Gummi (=Schallplatten) aufnehmen und wiedergeben konnte. Die Tonqualit?t und Lautst?rke kann nach heutigen Ma?st?ben als sehr primitiv eingestuft werden. Dennoch gibt es, so unglaublich es klingen mag, noch Individuen, die sich davon nicht abschrecken lassen und obendrein noch einen Grammophonclub gr?nden, die Ihnen sicher weiterhelfen, wenn Sie Ihr Grammophon reanimieren wollen.
Als n?chsten Punkt folgt der unten abgehandelte Musikschrank, dessen Tonqualit?t nachweislich (!) noch keine gro?en Fortschritte gemacht hatte.
Kommen wir nun zur n?chsten Entwicklungsstufe, dem Transistorradio! Dieses am 24. Dezember 1954 von Texas Instruments erstmals auf den Markt gebrachte Radioger?t besitzt Transistoren, die als Verst?rkerelement dienen und somit eine gesteigerte Lautst?rke erm?glichen. Eine starke Gewichtsreduzierung aufgrund verbesserter Bauart gestattete die M?glichkeit der Mitnahme an jeden beliebigen Ort, was zus?tzlich durch einen geringen Stromverbrauch und die daraus resultierende M?glichkeit des Batteriebetriebs beg?nstigt wurde.
Dieses Radio wurde in den Folgejahrzehnten weiter verbessert und mit Kassettenspieler und CD-Player erg?nzt.
Die n?chste bedeutende Entwicklungsstufe stellt den ?bergang vom Mechanischen zum Digitalen dar: Kassetten bzw. CD-Inhalte werden im Zeitalter der MP3 Player und iPods zuhauf auf mobile Festplatten kopiert, die kaum schwerer und gr??er als eine Zigarettenschachtel sind.
19.2.06 17:41


Beatbox

Auf der Suche nach dem ersten Projekt durchst?berte ich die unergr?ndlichen Weiten und Welten meines Schrankes, durchforstete mit Staub versetzte Regale, durchk?mmte vergessenes Einerlei im Nirgendwo.
Da fiel mir pl?tzlich, v?llig versteckt, vergessen, oder besser gesagt ignoriert, mein alter, bereits zugem?llter Musikschrank ins Blickfeld.
Bereits seit langem seiner eigentlichen Funktion entm?chtigt, steht diese von vielen Personen als unsch?n bezeichnete Antiquit?t in meinem Zimmer. Jawohl, es gibt noch Individuen, die uralte Musikschr?nke im Zimmer stehen haben!
Einmal ein erster Eindruck:



Hersteller war die Firma "Nordmende", die bereits seit den 1980er Jahren nicht mehr existiert. Links und Rechts befinden sich T?ren f?r die Schallplatten, oben, aufklappbar, der dazugeh?rige Schallplattenspieler. Mittig das Radio mit den Funktionstasten und sogenanntem "H?henregler", zur Feineinstellung des Senders, die ?brigens alle zentral mit Stadt- und Landangabe einsehbar sind. Zus?tzlich existiert nat?rlich noch ein Lautst?rkeregler sowie eine Bassabstimmung.



Heute wird dieses Objekt zweckentfremdet, denn wie man erkennen kann, dient es als Ablage f?r Ordner, B?cher, Pokal, Globus und sogar f?r einen Zylinder. Das Alte wird somit mit dem Neuen verbunden und bildet eine Einheit.
Nichtsdestotrotz ist das Ger?t voll einsatzf?hig, alle Funktionen arbeiten wie am ersten Tag.


W?hrend dieser Musikschrank seinem Namen alle Ehre macht und fast soviel wiegt wie ein Kleiderschrank, besitzen seine Nachkommen kaum noch Gewicht: Der Plattenspieler wurde von dem CD-Player (man beachte den Anglizismus: Wer h?tte damals gewagt, Platten-Player zu sagen?) abgel?st, statt "mechanischer" Arbeit wird nun alles digital verarbeitet.
Nun leben wir in einer fast vollst?ndig digitalisierten Welt, Begriffe wie "MP3-Player" oder "iPod" lassen jedes musikinteressierte Herz h?her schlagen und sind kaum gr??er als eine Zigarettenschachtel.

F?r was man ehedem 60 KG zum Abspielen brauchte, ist heute nur noch 100 g vonn?ten. Auch passen auf einen iPod mehrere tausend Lieder - man stelle sich ?hnliches mit damaligen Schallplatten vor!


Eine bebilderte Zeitreise vom Musikschrank bis zum iPod wird in K?rze angef?gt.
15.2.06 01:21


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung